Für den Handel

Leitlinien zur Auswahl und Präsentation von Grußkarten,
die meistens bekannt aber leider oftmals nicht umgesetzt werden!

Optische Kompetenz

1. Optische Kompetenz nach außen!

Drehständer sollten vor dem Geschäft oder in der Sichtachse des Kunden beim Blick in das Geschäft platziert stehen. Sie sind deutliche Zeugen von der Kompetenz des Geschäftes für Grußkarten.

2. Gute Sichtbarkeit innerhalb des Geschäfts! 

Mit Grußkarten werden maximale Roherträge erzielt. Daher verdienen sie den besten Platz. Wenn möglich sollten Kartenpräsentationen sofort nach Betreten des Geschäfts sichtbar sein, am idealsten Platz für Drehständer und spontane Käufe. „Stille Ecken“ werden besser für Ware genutzt, für deren Erwerb der Kunde ohnehin in den Laden kommt.

Durchblick auf Blickachse

3. Umschlag sorgt für Ertrag!

Die wertvollste Ressource ist die Fläche des Ladens. Verlockende Konditionen führen häufig zu falscher Auswahl. Nur attraktive Motive, marktabdeckende Vielfalt und hochfrequenter Service garantieren maximalen Umschlag und Flächenertrag. 

4. Weniger ist manchmal mehr!
 

Wichtig ist eine aufgeräumte, übersichtliche Atmosphäre sowie Vielfalt der Anlässe, doch bringt die vollansichtige Präsentation in der Kartentreppe oft mehr als das eine oder andere überzählige Motiv. Vermieden werden sollten auch zu viele womöglich ineinander verkeilte Drehständer.

In sich verkeilte Kartendrehständer

5. Auf den Mix von Bedarfs- und Impulskauf kommt es an! 

Der Bedarfskauf erfolgt vorrangig aus der Kartentreppe, der Impulskauf aus dem Drehständer. Im Schreibwarenfachhandel werden durchschnittlich zwei Drittel über die Wand, in der Vorkassenzone fast 100% über den Drehständer verkauft. Kompetente Lieferanten beraten gern, welche Aufteilung für ein Geschäft sinnvoll ist.

6. Unterbrechung sorgt für Abwechslung! 

Lange, monolithische Kartenpräsentationen sind von gestern: Spätestens nach drei Metern Wand am Stück fühlt sich der Endverbraucher überfordert und ermüdet. Eingefügte Unterbrechungen in einem Wandabschnitt mit Sonderformaten, Blisterwaren oder fixierten Drehständern lösen das Problem auf. Letzteres hat außerdem den Vorteil, dass zusätzlich jüngere Spontankäufer an die Wand geführt werden.

Eyecatcher

7. Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!

Nur selten umfasst der subjektive Geschmack eines Einkäufers alle objektiven Einflussgrößen auf das Käuferverhalten der Kundschaft eines Geschäftes. Statistische Auswertungen sowie die Erfahrung des regionalen Außendienstes der Fachverlage helfen das optimale und individuelle Sortiment für ein Geschäft in spezieller Lage zusammenzustellen.

8. Grußkarten sind Mode!

Was heute noch „in“ ist, ist morgen schon „out“. 80% der Motive innerhalb einer Kollektion sollten in der Regel innerhalb eines Jahres ausgetauscht werden. Kompetente Fachverlage können so etwas umsetzen! Auf solche sollte man sich konzentrieren.

9. Last but not least: Grußkartenpräsentationen sind die Eyecatcher im Geschäft!

Beleuchtung, Farbgebung und Dekoration sind entscheidend für die Wirkung einer Grußkarten-Präsentation. Dabei muss alles zum individuellen Auftritt passen. Möbel, Warenträger und die Anordnung der Ware sind gleichermaßen wichtig.

Nur der kompetenteste Lieferant sollte Ihr Partner sein!

Autor: Wenzel Butting, 2014