„Tu was für mich!” – Die Glückwunschkarte

Aktiv werben und profitieren … der Weg für Ihr Schreibwarengeschäft

Es gibt für die Einzelhändler der PBS-Branche kaum einen anderen Artikel, der bei richtiger Handhabung so lukrativ ist wie die Glückwunschkarte. Erstaunlich ist es deshalb, dass die Karte im Verhältnis dazu so wenig werbliche Unterstützung erfährt.

Zwar stellen die größeren, kaufmännisch gut durchorganisierten Schreibwarengeschäfte heute vielfach ausreichend Raum für Auslagen in den Geschäftsräumen zur Verfügung, aber in den meisten der vielen Tausend kleineren Läden sieht man nicht viel von dem breiten Angebot, das oftmals auch dort bereit gestellt wird.

Dabei bedarf auch die Glückwunschkarte, in Konkurrenz zu anderen modernen Kommunikationsmedien stehend, sehr wohl einer werblichen Unterstützung, um nicht einfach in Vergessenheit zu geraten. Telefon, Telefax und Internet haben ihr in den letzten Jahren deutlich Prozentpunkte bei den Marktanteilen abgejagt, denn diese Medien sind bequemer sowie leichter verfügbar als eine geschriebene Mitteilung, wenn auch vom Empfänger in manchen Situationen als störend empfunden.

Erfreulich ist es deshalb, dass die von der A.V.G. Arbeitsgemeinschaft der Hersteller und Verleger von Glückwunschkarten bei der GfK Gesellschaft für Konsumforschung in Auftrag gegebene Marktstudie ausweist, dass die Verbraucher aller Altersgruppen diesem Artikel weiter grundsätzlich positiv gegenüber stehen, dass der Rückgang bis 2008 nicht nur gebremst wurde, sondern dass die Umsatzkurve sowohl von der Menge wie vom Wert her wieder nach oben weist (siehe Marktforschungsdaten für 2009).

Es zeigt sich, dass die untere Preislage bis zu 1,00 EUR und die mittlere bis zu 2,99 EUR etwas zulegten, die Preislagen über 3,00 EUR jedoch konstant blieben. Von diesem Trend profitierte insbesondere der Schreibwareneinzelhandel, der seinen Marktanteil von 233,5 Mio. EUR auf 239,0 Mio. EUR in 2009 ausweiten konnte.

Die meisten Menschen tragen die Geburtstage ihrer Lieben auf das tatsächliche Datum in ihre Kalender ein. Wenn man sie aber drei Tage vor dem Ereignis durch Schaufenster- bzw. Ladendekoration daran erinnert, brauchen sie am Tag des Geschehens nicht zum Telefon zu greifen. Natürlich müssen preiswerte Karten im Geschäft vorhanden sein, aber nicht ein ganzer Ständer im Eingangsbereich.

Die GfK-Analyse beweist, dass die Kunden nicht unbedingt billige Karten, sondern eher kleine Geschenke in Form von Karten kaufen wollen und deshalb dankbar auch für ausgefallene Formate sind. Der Vergleich der Umsätze der GfK-Studie mit den Erhebungen der Deutschen Post weist aus, dass fast 40% aller gekauften Karten gar nicht verschickt, sondern übergeben werden. In ein gut sortiertes Schreibwarengeschäft gehören deshalb durchaus Glückwunschkarten in Formaten, die von den Standardformaten der Post abweichen. Nur, muss man das als Einzelhändler seine Kunden auch wissen lassen!

Das ganze Jahr über bieten sich Anlässe an, für die man mit wenigen Mitteln ein Schaufenster dekorieren, im oder vor dem Laden einen speziellen Platz einrichten kann.

Hier zwei gelungene Beispiele für eine stimmungsvolle Weihnachstdekration im PBS-Fachhandel:

Weihnachstdekoration PBS Fachhandel

Aufgenommen in der Schmid - Passage in 93426 Roding

Weihnachstdekoration PBS Fachhandel


Text: Günter Garbrecht, 2009