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Die Situation auf dem kanadischen Glückwunschkartenmarkt im Jahr 2002. Von Clancy Delbarre,
Generalsekretär Gift Packing and Greeting Card Association
of Canada Februar 2003 Die wirtschaftliche Stagnation der frühen neunziger Jahre führte zu einer verstärkten Konkurrenzsituation zwischen Einzelhändlern und unter Verlegern. Jeder war bestrebt, seine Marktanteile auszuweiten oder zumindest zu erhalten. In dieser Zeit kamen die "Alles-für-$ 1,00"-Läden einer Einzelhandelskette auf, was wiederum dazu führte, daß andere Ladenketten ihre Preise senkten, fest entschlossen, keine Kunden zu verlieren oder Umsatzanteile abzugeben. Auch Verleger, die den Einzelhandel direkt belieferten, wollten diesen Billigsektor des Marktes nicht den Großhändlern überlassen und begannen preiswertere Ware zu produzieren. Der Gesamtmarkt für Glückwunschkarten entwickelte sich im letzten Jahrzehnt nur sehr gering, höchstens um 1 2 % per Jahr. Während die Verbraucher mit preiswerten Karten gut versorgt wurden, sank die Gewinnspanne der Hersteller auf Null. Es ist nicht möglich, eine Karte für Can.-$ 1,00 (= US-$ 0,64) EZ-Verkaufspreis gewinnbringend herzustellen, es sei denn, ein Teil der Kosten wird durch andere Produkte aufgefangen oder die Auflagen laufen in die Hunderttausende. Wo ist der Mutige, Einzelhändler oder Verleger, der sich entscheidet, keine Glückwunschkarten für $ 1,00 mehr zu verkaufen? Ist jemand bereit zu testen, ob vielleicht auch ein Preis von $ 1,49 mit angemessener Ware vom Verbraucher als preiswert empfunden wird? Dabei darf man nicht vergessen, daß es Einzelhandelsketten gibt, die auf alle Ladenpreise Rabatte von 10 % oder ähnliche einräumen und nicht bereit sein werden, diese Geschäftspolitik zu ändern. China, dasjenige Land, das sich in der Welt zum Niedrigpreisanbieter für viele Produkte entwickelt hat, ist ein unbekannter Faktor und sicherlich in der Lage, im kommenden Jahrzehnt Glückwunschkarten zum $ 1,00 LVK zu liefern. Wir werden erleben, daß sich ein Teil der Produktion dorthin verlagern wird. Niemand kann heute voraussagen, wie sich der Glückwunschkartenmarkt in den nächsten zehn Jahren entwickeln wird. Elektronische Glückwünsche haben bisher nur einen untergeordneten Effekt erzielt, schätzungsweise 1 2 % vom traditionellen Anteil der gedruckten Glückwunschkarten. Außerdem scheint es so, als würden elektronische Grüße fast ausschließlich von Personen verschickt, die traditionelle Karten sowieso nicht gekauft hätten. Der Trend geht auch zu Grüßen, für die bezahlt werden muß, anstatt zu Angeboten, die im Internet kostenlos angeboten werden. Es kann erwartet werden, daß Computernutzer nach einiger Zeit auf die traditionellen Glückwunschkarten zurückkommen werden. Bequemlichkeit und Auswahl werden als Hauptgründe dazu beitragen, aber auch die Kreativität und die gekonnte handwerkliche Ausführung von Seiten der professionellen Hersteller. Karten mit einen Erlösanteil für karitative Zwecke, außer zu Weihnachten, haben keinen nennenswerten Marktanteil und selbst zu Weihnachten ist deren Marktanteil, gemessen an den übrigen Karten, nicht gewachsen. Der kanadische Glückwunschkartenmarkt ist klein, schätzungsweise $ 750 Mill. jährlich und auch die Anzahl der beteiligten Verleger ist klein, vielleicht ein Dutzend oder so von Wichtigkeit. Der überwiegende Marktanteil liegt in den Händen von zwei marktbeherrschenden Firmen. Für Unternehmen, die den gesamten kanadischen Markt bedienen wollen stellt sich die Aufgabe, Karten mit französischem Text in ihre Kollektionen aufzunehmen, die heute bereits einen Marktanteil von ca. 16 % aufweisen. Da die kanadisch-französische Sprache inzwischen weit von der in Frankreich gesprochenen abweicht, müssen die Texte hier im Lande kreiert werden. Obgleich weitgehend abhängig von dem größten Handelspartner den U.S.A. und der Nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA verzeichnet die kanadische Wirtschaft z. Zt. ein Wachstum von 3 4 %, mehr als die Vereinigten Staaten. Dies ist weitgehend angetrieben von der Automobilindustrie und dem Bausektor. Beide sind jedoch wirtschaftlichen Zyklen unterworfen und so ist es nur eine Frage der Zeit, wann es wieder abwärts geht. Es ist nur zu hoffen, daß nicht beide gleichzeitig in den Abwärtstrend geraten, denn dann würde es sich in allen Branchen der Wirtschaft bemerkbar machen. Jeder Arbeitsplatz in den beiden genannten Industrien beeinflußt sieben weitere Arbeitsplätze in anderen Produktions- bzw. Servicezweigen. Der Glückwunschkartenverband arbeitet auf niedriger Ebene, so zu sagen als Wachhund über offizielle Institutionen wie die Regierungsbehörden, die Post etc., wenn diese mit Aktionen negativen Einfluß auf unsere Industrie auszuüben gedenken und organisiert notfalls entsprechende Gegenmaßnahmen. Die Mitglieder kontrollieren grob gesprochen 90 % des Glückwunschkartenmarktes. Der Verband erfreut sich eines guten Verhältnisses zur kanadischen Post. Formatgebundenes Porto gibt es seit vielen Jahren. Kürzlich wurden Sortiermaschinen installiert, die auch US-Briefstandards bearbeiten können, die etwas größer als die kanadischen Standards sind. Quadratische Größen bewegen sich außerhalb von Standards und unterliegen deshalb höherem Porto. Im Jahr 2003 sind keine Portoerhöhungen vorgesehen. Detaillierte Statistiken sind schwierig zu erstellen. Die Konkurrenzsituation unter den wenigen Marktbeschickern verhindert genauere Information aus diesen Reihen. Offizielle Statistiken der Behörden decken die Aktivitäten unseres Marktsegments nicht ausreichend ab. Im Augenblick unterhält
der Verband noch keine Website im Internet. Das kann sich jedoch
ändern, wenn die Mitglieder es für wünschenswert
halten.
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„Tu was für mich” Werbe-Ideen für Karten
Marktforschungsdaten GFK Ausländische
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